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Review: Elias T. Hoth - O Rhesus Negative (2018) 29.04.2018 - 12:15

Einst als verheißungsvoller, neuer George Thorogood gestartet, versinkt Elias T. Hoth mittlerweile schon fast in der Bedeutungslosigkeit. "O Rhesus Negative" ist mit Abstand das schlechteste Werk des Briten. Lest hier unsere Review: 

Southern, Blues & Rock'n'Roll, dafür ist der Brite Elias T. Hoth bekannt und legte mit "Let Sleepin Demons (2008) und "Wrath Widower" (2013) derart starke Alben hin, das man den Eindruck gewinnen konnte, das ein George Thorogood sein Erbe gefunden hat. Leider wurde diese Qualität über die Jahre hinweg nicht gehalten. "Confession with the Devil" (2015) machte das schon mehr als deutlich. Bereits damals musste man gewaltige Abstriche machen und in Kauf nehmen. Nun fast 10 Jahre nach seinem Debüt hat Elias sein viertes Studio Album "O Rhesus Negative" veröffentlicht und auch hier bleibt der große Wow-Effekt von Einst nur ein laues Lüftchen. Zwar beginnt Das neue Album mit einem furiosen Intro, doch der Opener "Is It You For Whom the Bell Tolls" entpuppt sich schnell als eine halbgare Nummer, die nicht so richtig in Fahrt kommt. Viel besser hingegen funktioniert "Roll on Down the Highway", mit dem wir einen typischen Elias T. Hoth Song verbuchen können. Allerdings sollte man sich danach keine großen Hoffnungen mehr machen. Wirklich besser wird es kaum noch. Zwar können "Hook Line and Sinker" oder "Belzoni Country Cat Fish Blues" noch als Rock'n'Roller überzeugen, dennoch wird "O Rhesus Negative" im Anschluss schon fast zur Schmusescheibe. "Now and Always", die Piano lastigen "Every Moment Leaves Its Mark" und Echoes of my Life" sowie das cheesige "One Day" mit Background Chor und des ebenso langweilige "No Looking Back" lassen ein Rumgesülze über 5 Songs (fast alle am Stück) als negativen Beigeschmack bestehen, so das neben dem ohnehin schon mauen Opener, mehr als die Hälfte der vorhandenen Songs auf "O Rhesus Negative" einem Totalausfall gleich kommen. Welcher Teufel muss Elias T. Hoth da geritten haben? Grundsätzlich spricht ja nichts gegen eine Ballade und auch mit zwei Balladen kann man noch leben, aber man kann es auch übertreiben. Fünf Balladen sind mindestens Drei zuviel und langweilen auf Dauer extrem. Vorallem wenn man jene von diesem Musiker überhaupt erst garnicht gewohnt ist.  Geht Elias am Ende die Luft aus? Nichtmal "Long Live Rock'n'Roll" kann wirklich hervorstechen. Dafür fehlt hier einfach irgendwo der nötige Drive. Mit "What Can't Speak Can't Lie" bekommt die Platte zwar nochmal eine kurze Wende, kann aber auch nichts mehr daran ändern, das der einst so verheißungsvolle Brite, hier sein bisher schwächstes Werk veröffentlicht hat. 

Unterm Strich bekommt Elias T. Hoth auch mit seiner neuen "O Rhesus Negative" nicht die erhoffte Wende. Ganze Vier brauchbare Songs ohne wirkliche Highlights, Fünf unsinnige Balladen und zwei weitere Rocker, die leider nur im Ansatz funktionieren, aber an mangelnder Inspiration scheitern. Klassiker wie "Mississippi Burnin' sucht man hier leider vergebens, so das man nicht mehr und nicht weniger von einem wirklich schwachen Album sprechen muss. An Qualität mangelt es ihm wahrhaftig nicht, aber woran Elias T. Hoth letztendlich in den letzten Jahren scheitert, darüber lässt sich nur spekulieren. Ein zweiter George Thorogood wird er aber wohl nicht mehr, dafür waren die letzten Alben einfach zu schwach.

The Count für Radio Rock

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