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Review: Motorjesus - Race to Resurrection (2018) 27.07.2018 - 21:01

Heavy Rock vom Niederrhein! Motorjesus schlagen nach zuletzt etwas schwächeren Scheiben ordentlich zurück und können mit "Race to Resurrection" ein gutes Album verbuchen. Lest hier meine Review:

Gruß,
The Count

Nachdem mich die letzten Werke der Gladbacher Heavy Rock Formation nicht mehr sonderlich überzeugen konnten, stand natürlich die Frage im Raum, ob die Truppe mit ihrem neuen Longplayer "Race to Resurrection" nochmal die Wende bekommen würde. Ob es an den vielen Besetzungswechseln liegt, das "Motorjesus" irgendwie nicht mehr richtig in Gang kamen, bleibt Spekulation. Die mittlerweile eingespielte neue Formation rund um das letzte verbliebene Urmitglied Guido Reuss scheint es aber nun doch noch einmal wissen zu wollen. "Race to Resurrection" erfindet zwar das Rad nicht sonderlich neu, ist dafür aber hart, laut und knackig. Ein ganzer Haufen neuer Brecher, die endlich wieder im Ohr hängen bleiben und ordentlich Spaß machen. Vorallem mit Sänger Christoph Birx hat man einen guten Fang gemacht, der sich auf dem neuen Album mal so richtig auslassen kann. Der Opener "Tales from the Wrecking Ball" verspricht in den ersten Sekunden zwar mehr, als wirklich dran ist, dafür macht "King Collider" ordentlich Druck auf dem Kessel. "Re-Ignite" überzeugt mit geiler Melodie und tollem Chorus und lässt erstmals die vorhandene Klasse des aktuellen Albums aufblitzen. Für mich persönlich gehts aber erst mit dem 4ten Song so richtig los. "Speedway Sanctuary" entpuppt sich als absolutes "Motorjesus" Highlight. Schön heavy, geht ins Ohr und bleibt drin! Mit "Casket Days" kommt eine fette Krawallnummer hinterher, die mit der Ballade "The Infernal" wieder geerdet wird. Halbzeit! Die zweite Hälfte wird mit "Burning Black" eingeläutet, einem eher durchschnittlichen Album Track. Dafür ist die Nummer aber ein ordentlicher Nackenbrecher mit guten Solis. Besser gelungen ist hingegen "The Damage." Ein Ohrwurm der ordentlich wummert. Anschließend überzeugt "The Storm" leider auch nur mit Nackenbrecher Riffs, ist ansonsten aber eher ein Fülltrack. "Engines of War" macht das aber wieder wett. Das zweite große Highlight des aktuellen Albums hat Ohrwurm und Power Riff Charakter, das es eine wahre Freude ist. Unbedingt aufdrehen! Ebenso kann sich "The Chase" hören lassen. Ein schneller, melodischer Rocker. Leider schwächelt "Running out of Time" wieder und ist meiner Meinung nach auch der schlechteste Track des Albums. Zum Abschluss zieht man mit "Awaken the Tyrants" aber noch ein letztes mal an und lässt Highlight Nr.3 auf die Ohren los. Starker Abschluss eines gelungenen Albums, das aber auch seine Höhen und Tiefen hat.

Unterm Strich ist "Race to Resurrection" sehr durchwachsen. Weniger wäre mehr gewesen, dennoch sind die guten Songs leicht im Plus, so das man das aktuelle Studioalbum als durchaus überdurchschnittlich gut bezeichnen kann. Wo die erste Hälfte noch schwächelt, schmettert die zweite Hälfte ordentlich. Das ist zwar alles noch keine Pole Position, aber endlich wieder ein besseres Album der Heavy Rocker vom Niederrhein. 

The Count für Radio Rock 

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