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Review: Marduk - Victoria (2018) 05.08.2018 - 12:23

Gewohnt Knüppelharter Black Metal der Schweden. Leider versäumen es "Marduk" wirkliche Highlights zu setzen. Geht in Ordnung, mehr aber auch nicht. Lest hier meine Review:

Gruß
The Count

Die schwedischen Legenden von "Marduk" sind mittlerweile schon seit 30 Jahren im Geschäft vertreten und stehen seither für schnörkelosen, aber knüppelharten Black Metal. Stets nach dem Motto "Black Metal is War" läuft die neue Scheibe "Victoria" nach Schema F ab. Der zweite Weltkrieg war ja schon öfter Bestandteil in der "Marduk" Diskographie und da das neue Album auf dem Cover Kopf und Stahlhelm ziert, kann man sich an zwei Fingern abzählen, in welche Richtung es thematisch ein weiteres mal gehen wird. Black Metal und Krieg gehört eben genauso zusammen, wie Majo auf den Pommes. Dennoch kann "Victoria" nicht sonderlich überraschen. Zu schlicht gehalten sind die Songs, Ideenreichtung sucht man vergebens. Überraschen könnte hier höchstens die eine oder andere Laufzeit der einzelnen Tracks. Viele sind auf 3 Minuten und sogar mal unter jener Zeit angesiedelt. Bei ganzen 9 Songs die in der Summe allesamt ziemlich kurz ausfallen, kann man sich mit einem Blick ausrechnen, wie schnell das Teil durchgeschreddert ist. Trotzdem dürfte "Victoria" alles andere als ein Flop darstellen, ein wirkliches Highlight ist die Platte aber auch nicht. Dafür fehlt einfach das gewisse Etwas, was Vorgängern wie "Frontschwein"und "Panzer Division Marduk" noch geboten hatten. Das Gefühl von einem Panzer völlig überrollt zu werden, hat man aber wie gewohnt allemal. Brecher wie "Tiger 1", "The Last Fallen" oder "The Devil's Song" bieten gewohnte Kost voll auf die 12, sind dafür aber aber wie auch das komplette Album nicht sonderlich spektakulär gehalten und ohnehin zu kurz geraten. Mit "Silent Night" gibt es noch einen Black-Doom-Midtempo-Rausschmeißer zum Schluss, ehe die Scheibe aufgrund der arg kurzen Laufzeit schon wieder wie im Flug vergangen ist. 

Wer auf wilden, brachialen Black Metal steht, wird auch mit "Victoria" wieder auf seine Kosten kommen, dafür geht das Album völlig in Ordnung. Wem aber der nötige Anspruch, Abwechslung und wirkliche Highlights fehlen, ist mit der neuen "Northern Chaos Gods" von "Immortal" besser bedient.  

The Count für Radio Rock

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