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Review: Mono Inc. - Welcome to Hell (2018) 05.08.2018 - 12:36

Das neue Album ist etwas gewöhnungsbedürftig und leider auch etwas zu ruhig geraten. Trotzdem hat es seinen ganz eigenen Charme und wirklich tolle Songs zu bieten. Meine Review könnt ihr nun hier nachlesen.

lg ★ Sari ★

Meine Lieblinge von Mono Inc. Wie habe ich mich auf das neue Album gefreut. Das letzte Album "Together till the End" lief bei mir Stunden und Tagelang rauf und runter und auch heute noch finde ich die CD unendlich toll. Der Höhepunkt der Band war mit diesem Album erreicht wie ich finde und nun kommt schon das nächste Album, das stilisch aber einen ganz anderen Weg einschlägt. Thematisch geht es diesmal ins Mittelalter, als Krankeiten, Seuchen und Pest die Menschen heimsuchten. Der Sound ist daher ruhiger und viel melancholischer gehalten und garnicht mehr so flott und rockig wie bei "Together till the End." Ich muss zugeben, das mich "Welcome to Hell" anfangs etwas enttäuscht hat, aber nach mehrmaligen Hören erzielt es eine immer besser werdende Wirkung. Zumindest war das bei mir so der Fall. 

Vielleicht ist es wirklich etwas unpassend, das "Welcome to Hell" gleich mit einer Ballade beginnt. "The Heart of the Raven" erweckt da gleich einen lahmen Eindruck, obwohl das Lied sehr schön ist. Der Titeltrack wäre der bessere Start ins Album gewesen, leider kommt "Welcome to Hell" erst an zweiter Stelle. Der Song gefällt mir verdammt gut und hat gewohnten Mono Inc. Charakter. Bei "Long live Death" wird es schon etwas mittelalterlicher, was ja nicht schlecht ist. Ich mag die Musik unheimlich gern. Man soll aber nicht meinen, das Mono Inc mit Flöten und Dudelsäcken experimentieren. Die Band ist sich schon selber treu geblieben und konnte sich selbst dennoch einen mittelalterlichen Touch verleihen. "Long live Death" ist ein richtiger Ohrwurm mit flottem Schlagzeug von Katha Mia. Danach wird es aber zunehmend ruhiger und melancholischer, womit ich Anfangs Probleme hatte. "Risk it all", "Flies" und "Under a coal Black Sun", das sind insich geschlossen echt schöne Songs, aber es fehlt mir dann doch etwas die Abwechselung wo es ruhig etwas rockiger zugehen kann. Mit Eric Fish ist auch wieder ein Gastsänger dabei. Beim Song "A Vagabond's Life" ist er im Duett mit Martin Engler zu hören. Die Zusammenarbeit ist super gelungen und mit Gastsängern kennen sich Mono Inc. ja mittlerweile aus. Danach wird es auch endlich wieder etwas rockiger. "Funeral Song" ist typisch für Mono Inc., aber nicht ganz so stark wie "Welcome to Hell und "Long Live Death." Bei "Reign of Rats" haut Carl Fornia schon ordentlich in die Saiten, ist aber trotzdem vom Tempo her langsam und wechselt zwischen instrumentlosem Gesang und harter Gitarre hin und her. Für mich sehr gewöhnungsbedürftig, aber mittlerweile mag ich auch diesen Song. "Unconditinally" ist das einzige Lied das mir absolut garnicht gefällt. Eine Klavierballade ohne weitere Instrumente muss wirklich nicht sein. Viel viel besser ist dafür das Schlusslied "When the Raven Dies Tonight." Wirklich etwas traurig, aber es geht auch sehr ins Ohr und ist ein tolles Ende für das Album.

Am Ende steht man wirklich mit sehr gemischten Gefühlen dar. Wenn man anfangs so wie ich, "Together till the End - Teil 2" erwartet hat, wird man etwas enttäuscht sein. Außerdem ist das Album auch etwas zu ruhig finde ich. Bei 11 Liedern sind 7 ruhigere Stücke/teils Balladen vertreten, was etwas seltsam auf mich wirkt. Bis auf das Klavierstück sind ja wirklich alle Titel richtig toll geworden, aber trotzdem ist es etwas zu viel an ruhigeren Material. An "Together till the End" kommt das neue Album nicht heran, das kann ich mit Sicherheit sagen, aber "Welcome to Hell" besitzt dennoch seinen eigenen Charme. Für meinen Geschmack ist es insgesamt, lediglich nur etwas zu ruhig geraten und man hätte gut 4 - 5 Lieder weglassen oder auf ein anderes Album verteilen können. "Welcome to Hell", "Long Live Death", "A Vagabond's Life" mit Eric Fish, der "Funeral Song" und "When the Raven Dies Tonight" finde ich aber sehr sehr gelungen und freue mich nun erstmal auf die kommende Tour im Herbst. Osnabrück - Sari ist da :) 

"Welcome To Hell" ist ein schönes aber auch gewöhnungsbedürftiges Album. Mir gefällt es mittlerweile sehr gut, aber "Together till the End" war dennoch um einiges besser und wird weiterhin mein Liebling bleiben.

lg ★ Sari ★
 

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