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Review: Dee Snider - For the Love of Metal (2018) 10.08.2018 - 19:48

Dee Snider überrascht mit zahlreichen, befreundeten Musikern und einem Nackenbrecher Schwermetalalbum, welches in der Form wohl keiner erwartet hat. Lest hier meine Review: 

Gruß,
The Count

Dee Snider (ex Twisted Sister) überrascht auf Solopfaden wohl jedes mal aufs Neue. "Never let the Bastards wear you Down", "We are the Ones" und das aktuelle "For the Love of Metal" könnten unterschiedlicher kaum sein. Waren jedoch die ersten beiden Alben noch aus Dee's eigener Feder entstanden, zog nun Produzent und "Hatebreed" Frontmann Jamey Jasta alle Fäden. Jasta schrieb sämtliche Texte und angagierte die Musiker von "Toxic Holocaust", für eine sagenhafte Metalgranate, die ihres Gleichen sucht. Ein modernes, und druckvolles Schwermetall Album ist das Ergebnis, auf dem Dee Snider lediglich den Gesang beigesteuert hat. Streng genommen, kann man "For the Love of Metal" also garnicht als ein wirkliches Dee Snider Album bezeichnen. Viel mehr ist es ein Gesamtprodukt diverser Bands und Musiker, welche sich unter dem Dach Dee Snider vereinen. Neben der Band "Toxic Holocaust" und Jamey Jasta wirkten außerdem noch  Mark Morton (Lamb Of God), Alissa White-Gluz (Arch Enemy) und Howard Jones (ex Killswitch Engage) am neuen Werk mit. Vorallem kommt das Album mit einer unglaublichen Härte daher, wie noch kein Dee Snider Werk je zuvor.

"Lies are a Business" ist ein Opener wie ihn man sich wünscht. Power Riffs, tolle Solis und mit gewaltig Druck. Der Song hämmert direkt alles weg. Sniders unglaubliche Stimme ist vorallem in "I Am the Hurricane" oder "American Made" ein Genuss. Mit "Running Mazes" oder "Mask" kommen zwei gnadenlose Metal Stampfer daher."The Hardest Way" erinnert beinahe schon an eine typische Metalcore Nummer. Etwas melodische Abwechslung bringt "Become the Storm" mit rein und in "Dead Hearts (Love Thy Enemy)" beweißt Alissa White-Gluz wieder einmal, das sie außer Gutturalen Gesang, auch noch viel mehr auf dem Kasten hat. Mit der Wahnsinnsstimme, könnte sie glatt eine zweite Karriere als Sängerin starten. Im Duett mit Dee Snider, zwischen Knallharten Riffs und arkustischen Gitarren im ständigen Tempowechsel, überzeugt der Song auf ganzer Linie. Den Abschluss macht ausgerechnet der Titeltrack, der nochmal alles in die Riemen legt und ein rollendes Metalgewitter nach sich zieht.

Snider ist stimmlich mittlerweile echt eine Wucht und liefert eine unglaubliche Leistung ab. Der Sound wurde ihm maßgeblich auf den Leib geschneidert und man wünscht sich eigentlich für die Zukunft nur noch mehr davon. Von vielen Seiten wird "For the Love of Metal" schon zu einem Album gelobt, welches zu den Besten im Jahre 2018 gehört. So weit möchte ich allerdings noch nicht gehen. Hier und da hat diese Platte auch ihre Längen. "Roll over you" oder "I'm Ready" zünden zum Beispiel garnicht und "Tomorrow's No Concern" ist auch verbesserungswürdig. Dennoch sollten sich alle einig sein, das "For the Love of Metal" ein außergewöhnliches, (aber auch streng genommen ein featuring) Dee Snider Album ist, das stampft und wummert, als gäbe es keinen Morgen mehr. Nicht perfekt, aber definitiv Klasse!

The Count für Radio Rock

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