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Rezension: Parasite Inc. - Dead and Alive (2018) 05.09.2018 - 01:11

Nach 5 Jahren Abstinenz meldet sich die Aalener Melo-Death Kapelle Parasite Inc. mit neuer Schaffenskraft zurück, die sich keinesfalls verstecken braucht. Wenn auch noch nicht alles Gold ist, was glänzt, kann man für "Dead and Alive" definitiv eine Empfehlung aussprechen. Lest hier meine Rezension:

Gruß,
The Count 

Nach ihrem selbstbetitelten Demo Album "Parasite Inc." (2010) und dem offiziellen Debüt "Time Tears Down"(2013) war es lange ruhig um die Aalener Melo-Death Kapelle. Erst jetzt - 5 Jahre später, sollte die Geschichte weitergehen. Die Band hat gerade jüngst ihr zweites Studio Album "Dead and Alive" veröffentlicht, welches sich nahezu ohne Qualitätsabfall in die Diskographie mit einreiht. Parasite Inc. bedienen sich dabei weiterhin den für ihren Stil bekannten Elementen. Schnelle und harte Death Metal Rhythmik, durchsetzt mit melodischem Riffing des klasschischen Heavy Metal's, gespickt mit elektronischen, Industriellen Elementen. Das dass Quartett sein Fach beherrscht, haben sie längst unter Beweis gestellt. Auf "Death and Alive" geben sie sich daher auch nur selten eine Blöße.

Der Opener "Once and for All" fetzt! Paradise Inc. Stoff wie man ihn gewohnt ist. Melodisch, laut und hart. Der Song hätte auch locker von Children of Bodom kommen können. Der Nachfolger "This World" und "Fall of the Idealist" überraschen mit typisch brutalen Metalcore Riffs, begleitet durch Elektro Industrial. Auch wenn letztgenannter etwas zu überspielt daher kommt, haben sie mit "Headfuck Rollercoaster" wieder einen kompromisslosen Song abgelegt. Hier wird einfach nur gewütet das die Fetzen fliegen. Und gerade in diesen Momenten sind Paradise Inc. auch am Stärksten. Mit "Sunset Overdrive" und "Red Wine Collider" hat man zwei weitere, dieser schnörkelosen Brecher am Start. Hier sticht "Sunset Overdrive" vorallem durch sein pikantes Melo-Riffing heraus. "Flesh Decadence" und "Cold Silent Hell" hingegen sind verschenktes Potential und auch der Titeltrack fluppt einfach nicht richtig. Dafür wirkt das Synthie-Death-Scandroid Cover "Emty Streets" wesentlich ausgereifter und puscht die zweite, deutlich schwächere Album Hälfte etwas nach oben. 

Unterm Strich haben Parasite Inc. ein weiteres überdurchschnittliches Melo-Death Album produziert und dabei vorallem im Songwriting dazu gelernt. Audiovisuell scheinen sich die Aalener aber auch langsam mächtig um einen eigenen Stil zu bemühen. Das steht ihnen außerordentlich gut, auch wenn noch nicht alles Gold ist, was glänzt. Die nächsten Jahre und Alben in der Bandgeschichte rund um mit Parasite Inc. dürften daher ziemlich interessant werden.

The Count für Radio Rock

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