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Rezension: Motordrunk - Motordrunk (2018) 10.09.2018 - 21:55

Ein gelungener Heavy Rock Auftakt der Brasilianer von Motordrunk, die fast alle Zutaten mitbringen, die ein Album dieser Sorte braucht. Nur das gewisse Etwas lässt noch auf sich warten. Lest hier meine Rezension:

Gruß
The Count

Motordrunk - einst 2009 als reine Tribute Band in Brasilien gegründet, hat sich mittlerweile dazu entschlossen auch eigene Songs zu veröffentlichen. Nach nun 9 Jahren des Bestehens, erblickt das selbstbetitelte Studio Album mit komplett eigenen Songs das Licht der Welt. Musikalisch pendelt der eigene Stil zwischen klassischen Hardrock und Heavy Metal. Das die Band mehr kann, als nur Cover Songs zu spielen, stellen sie auf ihrem Debüt auch eindrucksvoll unter Beweis. Das stimmige Riffgewitter der Südamerikaner geht auch schon direkt beim Opener "Motordrunk", der einer Audiovisuelle Selbstdarstellung gleicht kommt, ordentlich in die Lauscher. Versiert und nichts dem Zufall überlassen, überzeugt die Truppe wohl auch durch Jahrelanges Zusammenspiel. Von einer Findungsphase bei ihrem Debüt müssen wir daher auch nicht mehr reden. Motordrunk wissen, wo der Frosch die Locken hat und schmettern ganze 10 ordentliche Songs auf die LP. Stark sind sie vorallem dann, wenn sie durch Abwechslung dominieren ("New Kind of Freak"), oder gar anfangen wirklich zu experimentieren. Das wummernde "Black Machinery" hat deutliche Black Sabbath Attitüde im Gebälk und wirkt dennoch kein bisschen kopiert. Die Heavy Rock Klatsche "Regression" knallt ordentlich aufs Brett und der Midtempo Rausschmeißer "Quicksand" überzeugt trotz Klavier Einlagen auf ganzer Linie. Schattenseiten gibt es wenig, aber wenn Motordrunk versuchen Midtempo Blues Rock Nummern einzuschieben, wirkt das Potential einwenig verschenkt. "Scars" oder "Drink Away the Storm" sind da nur sehr gering überzeugend. 

Unterm Strich muss man Motordrunk dennoch ein Kompliment für die auf ihrem offiziellen, eigenen Debüt, vorhandene musikalische Reife aussprechen. Die Scheibe hat den richtigen Wumms und die nötige Abwechselung zu jeder Zeit. Es fehlt lediglich noch das I-Tüpfelchen - die berühmte Kirsche auf der Sahnetorte, um Motordrunk in obere Gefilde zu hieven. Tolle Scheibe, aber da geht noch was. 

The Count für Radio Rock
 

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