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Rezension: U.D.O. - Steelfactory (2018) 15.09.2018 - 20:58

Udo Dirkschneider's Band - U.D.O. kehrt mit einer Killerriff Granate eindrucksvoll zurück. Was einst mit "Dominator" begann, wird auf "Steelfactory" nahezu revolutioniert! Lest hier meine Rezension:

Gruß,
The Count 

U.D.O. - die selbstbetitelte Band rund um Ex Accept Shouter Udo Dirkschneider, welche schon seit ihrer Gründung im Jahre 1987 qualitative Metalkost produziert, kehren in diesem Jahr mit ihrem mittlerweile 16ten Studio Album zurück. Im Laufe der letzten 10 Jahre scheinen U.D.O.  dem Metal Flagschiff Accept nicht mehr allein das Feld überlassen zu wollen. Beginnend mit "Dominator" im Jahre 2009, leutete U.D.O. eine Ära ein, die den Härtegrad nochmal enorm in die Höhe schießen lies. Fortan beherrschten Killerriffs und wahre Brecher das eigene musikalische Schaffen. "Rev Raptor", der Nachfolger von 2011 legte nicht weniger beeindruckend nach, bevor man mit "Steelhammer" (2013) kurzzeitig einen echten Rohrkrepierer ablieferte. Doch der Ausrutscher wurde mit "Decadent" (2015) ausgemerzt. Am 31.08.2018 erschien schließlich "Steelfactory", welche wieder nahtlos an "Dominator" anschließt und sogar noch einen drauf setzt. 14 geballte Songs die das Metalherz zum Kochen bringen dürften. 

Der Opener "Tongue Reaper" stellt direkt die Weichen. Nach einem epischen Eröffnungssoli poltert der Song roh und ungeschliffen in bester "Dominator" Tradition los. Ähnlich funktionieren die Stampfer "Raise the Game", "Blood on Fire", "Hungry and Angry", "Rising High" und "Eraser", die sogar noch deutlicher an den 2009er erinnern.  "In the Heat of the Night" und "One Heart One Soul"  hätten auch locker aus älteren U.D.O. Werken stammen und heute Klassiker Status besitzen können. Zwei Power Balladen mit geschmeidigen Solis im Refrain, absolute Klasse!  "Make the Move" hat ein schlichtes, aber eingängiges Riff, das automatisch zum mitgrooven animiert.  "A Bite of Evil" besticht durch Tempowechsel und grandiosen Refrain. Udo Dirkschneider krächzt sich hier zur Höchstform hoch. Vorallem "What a Hell of a Night" ist ein richtiger Metal Ohrwurm im Killerriff Gewand. "Rose in the Desert" funktioniert ähnlich, reicht aber längst nicht an "What a Hell of a Night" heran und ist eher als überdurchschnittlicher Album Track zu verzeichnen. Und dann wäre da noch "The Way", eine mit arkustischen Gitarren vorgetragene echte Ballade, welche diese großartige "Stahlfabrik" mit erstmals wirklich ruhigen Klängen abschließt. Im Grunde gibt es kaum Grund zu meckern. Einzig der Midtempo Stampfer "Keeper Of My Soul" scheitert leider an dem Versuch, orientalische Metalklänge einzubinden. Damit konnte jüngst erst auch "Axel Rudi Pell" nicht überzeugen.

Unterm Strich haben U.D.O. wieder eine knallharte Metalscheibe produziert, die erstmal seines Gleichen sucht. Fast durchgehend ein wuchtiger Stahlhammer, mit fantastischen Solis und einem dermaßen immer noch beeindruckenden Organ von Herrn Dirkschneider, der hier selbst über sich hinaus wächst. Lediglich das experimentieren mit orientalischen Klängen, sollte allgemein aus der Metal Szenerie verbannt werden. Kurzum, Steelfactory ist ein wahres Brett!

The Count für Radio Rock
 

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