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Rezension: Grave Digger - The Living Dead (2018) 30.09.2018 - 19:50

Die Gladbecker Metal Legende von Grave Digger sind sich auch nach 38 Jahren immer noch nicht zu schade, den echten Metal immer wieder zu perfektionieren. "The Living Dead" punktet durch die übliche Würze und landet fast jedesmal einen Treffer! Lest hier meine Rezension:

Gruß Count

Grave Digger befinden sich mittlerweile im 38ten Jahr ihrer Bandgeschichte und beweisen eindrucksvoll auf ihrem neuen Album "The Living Dead", das sie immer noch richtig Bock haben! Nachdem man mit dem Vorgänger "Healed by Metal" zurück zu den Wurzeln fand, beginnen die Gladbecker Schmermetaller nun wieder einwenig an den Rädchen zu drehen. Auf der aktuellen Scheibe vermischen Chris Boltendahl und seine Mannen den klassischen Grave Digger Sound, leicht gewürzt mit mit einer Prise Power Metal und gelegentlichen, aber offensichtlichen Augenzwinkern. Inhaltlich scheinen Grave Digger die Katakomben, Gruften und Gräber sperrangelweit geöffnet zu haben. Es geht neben dem üblichen Totengräbern und Sensenmanngedöns hauptsächlich um Zombies. Auf "The Living Dead" ist - kaum überraschend - allerdings kein Platz für schlurfende Untote, denn diese stampfen im hemmungslosen Groove und altbekannten Riffgewitter über den Silberling. Axel Ritt hat schon längst seinen Status als legendärer Gitarrist verewigt und verleiht auch dieses mal den "Grabräubern" wieder die passende Note. 

Großangriff der Metal Zombies. Bereits in der "Hymn of the Damned" creep'en die Stinker zum Intro, bekommen aber einen gewaltigen Orkan von Drums und E-Gitarren in den Weg gestellt. Begleitet wird die Nummer noch von einem klassischen Horror Orgel Geklimper, das dem Song seinem Namen alle Ehre macht.  Das kernige "Blade of the Immortal" ist ein Midtempo & Fullspeed Groover zum Niederknien. Da wummert es ordentlich im Karton. Der Song hat gemeinsam mit "Shadow of the Warrior" und vorallem "The Power of Metal" totalen Hymnen Charakter. Gerade letzterer sollte nicht so schnell die Gehörgänge verlassen. Puren 80er Jahre Metal zelebrieren Grave Digger mit "What War Left Behind" oder dem treibenden "Fist in your Face. "Der Opener und Titeltrack "Fear of the Living Dead", läd zwar textlich des öfteren zum Schmunzeln ein ("...Shoot, shoot, killing for free...") tritt aber dennoch voll aufs Gaspedal. Die größte Überraschung sollte wohl "Zombie Dance" darstellen. Ein reiner Fun Song im Polka Metal Style, der alles andere als ernst gemeint sein kann. Grave Digger nehmen sich also sogar noch selbst auf die Schippe.

Unterm Strich steht "The Living Dead" also "Healed by Metal" kaum nach. Wummernde Hymnen, donnernde Stampfer und dazu noch eine menge Spaß. In Gladbeck wurde wieder alles richtig gemacht. 

The Count für Radio Rock

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