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Nachtgeschrei - Tiefenrausch (2017) 17.02.2018 - 12:55

Nachtgeschrei - Tiefenrausch (2017)

Die Mittelalter Rocker aus Frankfurt melden sich zurück. "Tiefenrausch" ist mittlerweile das 6.te Studio Album der Band und macht richtig Laune.
Beginnend mit sanftem Meeresrauschen und verträumten Klängen, schlägt der Sound schnell in düstere Gewässer um. Treibender Gitarrensound, kräftige Sackpfeifen und Texte über das Meer, Sehnsucht und Heldentaten versetzen uns wahrlich in einen Tiefenrausch, weshalb der Name der Platte auch wirklich passend gewählt wurde.
Der Titeltrack besticht mit wechselhaften Melodien, jedoch sind für meinen Geschmack die Gitarren, Flöten, Sackpfeifen & co. zu dezent gesetzt. Hier hätte von allem etwas mehr gut getan, aber dennoch ein toller Track. "Aus dem Licht" hingegen ist voll gelungen. Hier passt alles, was der Titeltrack vermissen lässt. "Mal mich schwarz" ist ein düsterer, aber dennoch melodisch gewordener Song. Die Gitarren krachen ordentlich und die gesprochenen Strophen sorgen für Abwechselung. In "Kampf um mich" dominieren ganz klar die Gitarren. Was eher ungewöhnlich für eine Ballade erscheint, klingt hier absolut passend. "Meilen unter Meilern" ist gleich die zweite Ballade die Nachtgeschrei hinterher schieben. Lieder wie Glut, Lieder wie Eisen."Gift" trifft es auf den Kopf und rock ebenfalls ordentlich. "Zurück" beginnt zunächst als arkustische Ballade, überrascht später aber mit E-Gitarren und krachenden Tempowechsel. "Heldenmut" ist dagegen wieder ein flotter Song der über Heldentum und Ruhm handelt. Textlich sehr episch. In "Beste Feinde" lassen Nachtgeschrei die Klingen kreuzen. Flott, melodisch, toller Text. Mit "Stein um Stein" haben die Spielleute wieder eine starke Sackpfeifen Nummer gepaart mit starkem Gesang am Start. "Ich verstumme" entpuppt sich als die dritte Ballade im Tiefenrausch. Diesmal erschallen E-Gitarren und arkustische Lauten im Wechsel, so das ein ständiger Tempowechsel stattfindet. Außerdem wurde der Text sehr leidenschaftlich gesungen, so das der Song definitiv als ein Highlight des Albums angesehen werden kann. "1000 Tonnen Stahl" ist absolut kein schlechter Track, trifft jedoch meinen Geschmack nicht wirklich. Mit "Laniakea" kehren wir schließlich ins Meer zurück und beenden das starke Album mit flotten Rythmen.

Unterm Strich kann man "Tiefenrausch" nur eine volle Empfehlung aussprechen. Jeder Song ist mit viel Liebe und Leidenschaft entstanden. Wirkliche Ausfälle gibt es nicht. Mit Nachtgeschrei konnte man ohnehin noch nie etwas falsch machen und mittlerweile stehen sie Qualitativ den großen Mittelalter Bands in nichts mehr nach.

 The Count für Radio Rock

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