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Foiernacht - Stromlos (2018) 24.03.2018 - 16:43
Foiernacht - Stromlos (2018)

Seit 12 Jahren stehen die Südtiroler für Qualität. Die Erwartungshaltung am neuen Album war daher automatisch groß und die Southcore Crew hat diese auch wieder einmal erfüllt. Dennoch war vorab eine Menge Skepsis Meinerseits vorhanden. Ein Arkustik Album? Ernsthaft? Dieses MTV Trend Produkt der 90er Jahre, was bei mir persönlich noch nie gezündet hat, entert nun völlig unerwartet den Deutschrock Sektor? - Ja! "Foiernacht" haben es tatsächlich getan, allerdings längst nicht in dem Gewand, in welchem man Arkustik Versionen kennt. Und genau darin liegt die eigentliche Stärke von "Stromlos", mit dessen die Jungs auch ein großes Risiko eingegangen sind. 12 Songs aus 12 Jahren Bandgeschichte im Arkustischen Gewand. Das klingt in erster Linie wie ein Best Of ohne E-Gitarren und somit nicht sonderlich spektakulär. 12 Songs aus 12 Jahren Bandgeschichte komplett neu ausgearbeitet und arrangiert, dafür schon wesentlich interessanter. Außerdem sollen noch zahlreiche Gastmusiker mit an Bord gewesen sein. Wer und wo alles mitgewirkt hat, ist uns an dieser Stelle nicht bekannt, allerdings bedeuten Gastmusiker in den Meisten Fällen auch nur "viele Köche verderben den Brei." Somit stand "Stromlos" zumindest bei mir persönlich vorab schon ganze Dreimal (Arkustik, Best Of, Gastmusiker) scharf in der Kritik. Doch das sollte sich nach der ersten Hörprobe, die wir von Radio Rock FM dank Metalspiesser Records wieder einmal vorab tätigen konnten, schlagartig ändern. 

"Stromlos" ist absolut kein Stück das, was man von einem typischen Arkustik Album erwarten würde, "Stromlos" ist viel mehr als das. "Foiernacht" haben hier nämlich ihren kompletten Stil über Bord geworfen und spielen die alten Songs im flotten Country meets Southrock meets Rock'n'Roll der 50er und 60er Jahre meets Southcore Gewand herunter, das es eine wahre Freude ist. Soviel Spiel und Experimentierfreude wie auf "Stromlos" an den Tag gelegt wird, haben selbst die Ur Versionen nicht zu bieten. Ich möchte hier auch garnicht näher auf die einzelnen Songs eingehen, die kennt bis auf ein gewisses Extra ohnehin jeder, aber wie sie im neuen Soundgewand auf "Stromlos" klingen, (übrigens nicht ganz so Stromlos wie der Titel vermuten lässt. Ab und an schleicht sich doch mal die E-Gitarre dezent mit ein) diesen Eindruck sollte man sich am besten selbst verschaffen, denn wie "Foiernacht" sich an arkustischen Gitarren, Benjos und der Mundharmonika austoben, stellt definitiv eine Klasse für sich dar. 

Und gehen wir einmal kurz auf das gewisse Extra ein, dann haben "Foiernacht" mit "Gone but not forgotten" ein zusätzliches Medley geschaffen, das längst verstorbene Musiker und deren Klassiker huldigt. Der Mix der Bands/Hits ist in der Anreihung schon ziemlich absurd wie genial zu gleich, denn im neuen Soundgewand funktioniert dieses tatsächlich, was man unter normaleren Umständen sicherlich nicht hätte behaupten können. 

Unterm Strich haben "Foiernacht" alle Bedenken restlos zerstreut und ein Arkustik Album hingelegt, das bis Dato erstmal seines Gleichen sucht. Vorallem musikalisch haben die Südtiroler sich komplett selbst übertroffen. "Stromlos", das am 13.04.2018 veröffentlicht wird, ist kein typisches Arkustik Album, sondern eine große Country South Rock'n'Roll Sause, die man so nicht erwartet hätte. Da kann man sowas schon mal machen. 

The Count für Radio Rock

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