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Thundermother - Thundermother (2018) 08.04.2018 - 20:20
Thundermother - Thundermother (2018)

Die weibliche AC/DC Vollgas Rock Formation aus Schweden hatte es ziemlich schwer in den letzten Monaten. Haben doch gleich 4 von 5 Musikerinnen die Truppe aus inneren Differenzen verlassen. LediglichLead Gitarristin "Flippa Nässil" ist übrig geblieben, die aber weniger den Kopf in den Sand gesteckt, sondern vielmehr neue Musikerinnen umsich gescharrt hat. Aus der ehemaligen 5-Köpfigen Band, ist allerdings mittlerweile ein Qartett geworden. Auf eine zusätzliche Gitarristin hat man verzichtet, so das Madame Nässil fortan alles alleine spielt. Warum und wieso ist uns an dieser Stelle nicht bekannt, macht aber musikalisch leider auch eine Menge aus, denn es fehlt etwas der Groove aus den vorherigen Scheiben.

Was mit "Revival", "Whatever" und dem "Survival Song" relativ stimmig aber nicht immer perfekt anfängt, versinkt im Anschluss nach und nach in einen Brei, der so garnicht mehr nach "Thundermother" klingen will. Erst mit "The Original Sin" fangen sich "Thundermother" wieder und blühen erstmals in neuer Formation auf. Der Song ist auch gleich der Beste auf der neuen Scheibe, welcher an alte Qualität durchaus heran reicht. Ebenso ist "Quitter" gelungen und rockt ordentlich. Gegen Ende kann vorallem auch "Children on the Rampage"  überzeugen, der Rest allerdings, hängt leider durch.

Das sich der Sound mit neuen Musikern verändern wird, war völlig klar, allerdings muss manm auch feststellen, das sich die neue Formation noch nicht so 100%tig aufeinander eingeschossen hat. Vieles klingt nur im Ansatz gelungen und nicht wirklich ausgereift. Außerdem entfernen sich die meisten Songs zu sehr vom 3-Akkord-Rock'n'Roll und sind obendrein nicht laut genug. Trotzdem ist das selbstbetitelte Album längst nicht so schlecht, wie es in den meisten Kritiken zu lesen ist. Die Platte wird ja förmlich zerrissen. Das die Band aber in der kurzen Zeit, nach so einem radikalen Line Up Wechsel kein Meisterwerk aus der Hüfte schießen, sollte auch berücksichtigt werden. 

Unterm Strich haben Nässil und ihre neuen Mitstreiterinnen, Mancini, Petterson und Johansson eher eine durchschnittliche Platte veröffentlicht. Da sich die neue Formation aber erst noch richtig finden muss, sollte man das neue Album als Findungsphase abtun und sich mit 6 mehr oder weniger guten Songs anfreunden, sowie den Rest vernachlässigen. Meckern kann man immer noch, wenn es bei der nächsten Platte nicht besser wird. Vorallem sollten "Thundermother" aber nochmal über eine zweite Gitarristin nachdenken, um wieder richtig Druck auf den Kessel zu bekommen.

The Count für Radio Rock
 

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